Verwendung von „es“

Wann verwendet man das Wort es im Deutschen?

Das Wort es hat im Deutschen mehrere Funktionen. Einerseits verwenden wir es als Personalpronomen (z. B. das Auto → es). Andererseits gibt es viele Konstruktionen, in denen die Grammatik den Gebrauch von es verlangt, z. B. bei Wetterverben (es regnet), oder unpersönlichen Ausdrücken (es ist wichtig, pünktlich zu sein).

Lerne in unserer Erläuterung die Regeln zur Verwendung von es und teste dein Wissen in den Übungen.

Im Park gibt es heute Abend ein Tanzturnier. Es findet jedes Jahr statt und es kann jeder mitmachen. Meine Eltern sind gute Tänzer, aber ich bin es noch nicht. Ich werde es nicht darauf anlegen, sondern lieber zuschauen.

Es werden viele Leute erwartet, denn es wird warm und sonnig. Es ist empfehlenswert, zeitig zu kommen.

Position von es im Hauptsatz

Es als Subjekt steht im Hauptsatz typischerweise an der ersten Position, manchmal auch hinter dem konjugierten Verb.

Beispiel:
Das Turnier findet im Park statt. → Es findet im Park statt.
Im Park findet das Turnier statt. → Im Park findet es statt.

Es als Objekt kann jedoch nicht an der ersten Position stehen.

Beispiel:
Das Turnier möchte ich auf keinen Fall verpassen.
(nicht: Es möchte ich auf keinen Fall verpassen.)

Hier ist nur die Stelle hinter dem konjugierten Verb möglich bzw. hinter dem Subjekt, wenn das Subjekt nach dem Verb kommt.

Beispiel:
Ich möchte das Turnier auf keinen Fall verpassen.
→ Ich möchte es auf keinen Fall verpassen.
Auf keinen Fall möchte ich das Turnier verpassen.
→ Auf keinen Fall möchte ich es verpassen.
Subjekt: ich, konjugiertes Verb: möchte, Objekt: es

Weitere Informationen zur Wortstellung in Hauptsätzen findest du in der Rubrik Satzbau. In welchen Fällen du es im Hauptsatz verwenden oder weglassen musst, erklären wir auf dieser Seite unter der Überschrift Es bei der Satzumstellung.

Es als Pronomen

Personalpronomen es

Als Personalpronomen ersetzt es ein neutrales Nomen (z. B. das Tanzturnier → es) im Nominativ und Akkusativ.

Beispiel:
Das Tanzturnier findet jedes Jahr statt. → Es findet jedes Jahr statt. (Nominativ)
Viele Leute lieben das Tanzturnier. → Viele Leute lieben es. (Akkusativ)

Es als Ersatz für prädikative Nomen

Sätze mit sein, bleiben, werden haben oft zwei Nomen im Nominativ. Das erste Nomen ist das Subjekt. Das zweite Nomen ist das prädikative Nomen – es gibt ein Merkmal an. Das prädikative Nomen können wir unabhängig von Geschlecht und Zahl durch es ersetzen.

Beispiel:
Mein Vater ist ein guter Tänzer, und meine Mutter ist es auch.
Meine Eltern sind gute Tänzer, aber ich bin es nicht.
der Tänzer (m) bzw. die Tänzer (Pl), aber hier es als Pronomen

Es als Ersatz für prädikative Adjektive

Folgt nach sein, bleiben, werden ein Adjektiv (das sogenannte prädikative Adjektiv), wird dies ebenfalls durch das Pronomen es ersetzt.

Beispiel:
Meine Eltern sind musikalisch. Ich bin es auch.
= Ich bin auch musikalisch.

Es als Ersatz für Verben/Sätze

Sogar Verben oder ganze Sätze können durch es ersetzt werden. Ganz typisch ist dies nach Modalverben.

Beispiel:
Meine Eltern können tanzen, aber ich kann es noch nicht so gut.
es = Verb (Ich kann noch nicht so gut tanzen.)
Sie tanzen beim Turnier immer als Erste. Es ist inzwischen Tradition.
es = ganzer Satz (Dass sie beim Turnier immer als Erste tanzen, ist inzwischen Tradition.)

Es als unpersönliches Subjekt/Objekt (Expletivum)

Deutsche Sätze benötigen normalerweise ein Subjekt. Allerdings beziehen sich Wetterverben, bestimmte Zeitbegriffe, Verben für Sinneseindrücke sowie einige floskelhafte Wendungen nicht auf ein konkretes Nomen – bei ihnen müssen wir als Subjekt das Wörtchen es verwenden. Auch als Objekt ist es in einigen floskelhaften Wendungen nötig.

In der Fachsprache nennt man diese Form expletives Es (= vervollständigendes Es) oder Expletivum.

Wetterverben und Wetteradjektive mit es

Wetterverben (z. B. regnen) beziehen sich nicht auf ein konkretes Nomen – als Subjekt verwenden wir hier das Wörtchen es. Typische Wetterverben sind:
blitzen, donnern, frieren, gewittern, gießen, graupeln, hageln, nieseln, regnen, schneien, schütten, stürmen, tauen, tröpfeln

Beispiel:
Ich bleibe zuhause. Draußen gießt es in Strömen. Es stürmt und gewittert.

Beachte aber: Einige Verben in Verbindung mit Wetter beziehen sich auf ein konkretes Nomen als Subjekt. In diesen Fällen verwenden wir kein es.

Beispiel:
Der Wind weht heute aus östlicher Richtung.
Der Himmel reißt auf und die Sonne scheint wieder.
Der Schnee/Regen fällt.

Adjektive in Verbindung mit Wetter können wir mit es oder einem konkreten Nomen verbinden. Typische Wetter-Adjektive sind:
bedeckt, bewölkt, frostig, heiß, kalt, kühl, regnerisch, schwül, sonnig, stürmisch, warm, windig, wolkig

Beispiel:
Eigentlich ist es heute nicht so kalt. Aber der Wind ist kalt.

Zeitbegriffe mit es

Für Uhrzeiten (9 Uhr) und Zeitangaben mit Adverbien (früh) verwenden wir es immer als Subjekt.

Beispiel:
Wie spät ist es?
Es ist neun Uhr./Jetzt ist es neun Uhr.
Es ist noch früh./Bald ist es spät.

Ausnahmen

Wochentage (Montag) und Jahreszeiten (Sommer) können selbst ein Subjekt sein (Wer/Was ist heute? – Montag). In diesem Fall dient es nur als Platzhalter am Satzanfang. Steht an der 1. Position im Satz aber ein Zeitadverb, entfällt das Wörtchen es weg. (siehe Vorfeld-es)

Beispiel:
Es ist Montag. – Heute ist Montag.
Es ist Sommer. – Noch ist Sommer.

Befinden/Sinneseindrücke mit es

Wenn wir jemanden nach dem Befinden fragen bzw. darauf antworten, verwenden wir es als Subjekt mit dem Verb gehen.

Beispiel:
Wie geht es dir?
Mir geht es gut.

Adjektive + sein ohne es

Anders als beim Wetter verwenden wir typische Adjektive + sein fürs Befinden (z. B. kalt, schwindelig, übel) aber nicht mit es.

Beispiel:
Mir ist kalt. (nicht: Mir ist es kalt.)

Merke dir auch den Unterschied zwischen schlecht gehen (mit es) und schlecht sein (ohne es).

Beispiel:
Mir geht es schlecht. = gesundheitlich oder wirtschaftlich schlecht
Mir ist schlecht. = Übelkeit

Verben für Sinneseindrücke können wir mit einem konkreten Subjekt verwenden oder ohne. Beziehen sich die Verben auf nicht auf ein bestimmtes Nomen, brauchen wir das Wörtchen es.

Typische Verben für Geruch/Geschmack sind: duften, riechen, stinken, schmecken

Beispiel:
Es duftet im ganzen Haus nach Blumen. (aber: Die Blumen duften.)
Bei Oma schmeckt es immer gut. (aber: Bei Oma schmeckt der Kuchen besonders gut.)

Typische Verben des Fühlens sind: brennen, jucken, kratzen, kribbeln, stechen, wehtun, ziehen

Beispiel:
Mir brennt es in den Augen. (aber: Die Salbe brennt in den Augen.)

Floskelhafte Wendungen mit es als Subjekt

In verschiedenen floskelhaften Wendungen benötigen wir es als Subjekt. Einige wichtige sind in der folgenden Tabelle aufgelistet.

Wendung Beispiel
es bleibt bei Es bleibt bei dem vereinbarten Termin.
es brennt Ruf schnell die Feuerwehr, es brennt!
es eilt Kann ich dir nächste Woche Bescheid geben oder eilt es?
es fehlt an Diesem Lied fehlt es an Rhythmus.
es gefällt Hier gefällt es mir.
es geht um Beim Tanzen geht es um Ausdruck, Bewegung und Verbindung.
es gibt Im Park gibt es heute Abend ein Tanzturnier.
es handelt sich um Bei diesem Turnier handelt es sich um eine spaßige Aktion für alle Tanz-Freunde.
es heißt (= man sagt) Es heißt: Mögen die Besten gewinnen!
es ist (nicht) so, dass … Es ist nicht so, dass ich nicht gern tanze.
es klappt Klappt es dieses Jahr mit einer guten Platzierung für meine Freunde?
es kommt auf … an Beim Tanzen kommt es nicht auf das Alter an.
es kommt zu Aufgrund der vielen Besucher kommt es zu Staus.
es passt am/um Wann wollen wir uns treffen? Passt es dir morgen/am Mittwoch/um 10 Uhr?
es scheint Es scheint, als würden in diesem Jahr mehr Tanzpaare am Turnier teilnehmen.
es sieht so aus Es sieht so aus, als könnten meine Eltern wieder gewinnen.
es spukt Ich gehe nachts nicht allein in den Park. Dort spukt es.
es tut mir leid Es tut mir leid, aber ich kann leider nicht kommen.
es war einmal (Beginn von deutschen Märchen) Es war einmal eine Königin, die lebte in einem großen Schloss.
es wimmelt von Am Abend wimmelt es im Park von Mücken.
es zieht Mach bitte die Tür zu, es zieht!

Es als unpersönliches Objekt

Gelegentlich brauchen wir es auch für ein unpersönliches Objekt im Satz. Dies betrifft hauptsächlich floskelhafte Wendungen. Einige wichtige sind in der folgenden Tabelle aufgelistet.

Wendung Beispiel
es angehen Geh es locker an! Der Spaß steht im Vordergrund.
es ankommen lassen auf Wollen wir es auf einen Versuch ankommen lassen und am Turnier teilnehmen?
es anlegen auf Man sollte es nicht darauf anlegen, disqualifiziert zu werden.
es aufnehmen mit Meine Eltern tanzen so gut, sie könnten es mit Profis aufnehmen.
es belassen bei Belasse es bei einem Tanzstil, auch wenn du mehrere vorführen kannst.
es bringen zu Wer fleißig übt, kann es zu großem Erfolg bringen.
es eilig haben Können wir nachher reden? Ich habe es eilig.
es (nicht) gut meinen (mit) Sei ihm nicht böse! Er meint es gut mit dir.
es in sich haben Das Turnier hat es in sich – als Anfänger kommt man nicht weit.
es mit jemandem zu tun bekommen Wer seinen Müll im Park rumliegen lässt, bekommt es mit dem Ordnungsamt zu tun.
es schaffen Im letzten Jahr haben meine Eltern es geschafft: Sie haben das Turnier gewonnen.
es sich gut gehen lassen Wir lassen es uns gut gehen: Wir essen und trinken und schauen den Tänzern zu.
es sich leicht/schwer machen Mach es dir nicht zu schwer, indem du zu viele künstlerische Elemente einbaust.
es sich verderben mit Verdirb es dir nicht mit den anderen Tänzern, sondern freu dich auch über deren Erfolge.
es übertreiben (mit) Übertreibe es nicht mit der künstlerischen Darstellung! Es ist nur ein Spaß-Turnier.

Beachte

Als Objekt kann das Wörtchen es nicht an erster Position im Satz stehen.

Beispiel:
Meine Eltern könnten es beim Tanzen mit Profis aufnehmen.
(nicht: Es könnten meine Eltern beim Tanzen mit Profis aufnehmen.)

Es als Verweis auf Subjektsätze (Korrelat-es)

Ein Subjekt kann auch ein ganzer Nebensatz sein – diese Sätze nennen wir Subjektsätze. Sie beginnen mit dass, ob, einem Fragewort oder sie enthalten einen Infinitiv mit zu. Steht der Subjektsatz nicht an der 1. Position, sondern hinter dem Hauptsatz, benötigen wir im Hauptsatz das Wörtchen es als Verweis auf den Nebensatz. Diese Verwendung nennt man in der Fachsprache Korrelat-es.

Subjektsätze erfragen wir mit Wer/Was.

Beispiel:
Dass das Turnier stattfindet, freut viele Leute.
Wer/Was freut viele Leute? – dass das Turnier stattfindet (Subjekt)
Wen freut, dass das Turnier stattfindet? – viele Leute (Objekt)

Steht der Subjektsatz am Ende, benötigen wir im Hauptsatz das Wörtchen es. Es kann an der 1. Position stehen oder hinter dem konjugierten Verb platziert werden, wenn wir dafür ein anderes Satzglied an den Satzanfang stellen.

dass:
Dass das Turnier stattfindet, freut viele Leute.
Es freut viele Leute, dass das Turnier stattfindet.
Viele Leute freut es, dass das Turnier stattfindet.
ob:
Ob meine Eltern das Turnier gewinnen, interessiert unsere Nachbarn.
Es interessiert unsere Nachbarn, ob meine Eltern das Turnier gewinnen.
Unsere Nachbarn interessiert es, ob meine Eltern das Turnier gewinnen.
Fragewort:
Wie lange das Turnier geht, hängt von der Teilnehmerzahl ab.
Es hängt von der Teilnehmerzahl ab, wie lange das Turnier geht.
Von der Teilnehmerzahl hängt es ab, wie lange das Turnier geht.
Inf. + zu:
Verschiedene Tanzstile zu präsentieren, ist das Ziel des Turniers.
Es ist das Ziel des Turniers, verschiedene Tanzstile zu präsentieren./
Ziel des Turniers ist es, verschiedene Tanzstile zu präsentieren.

Vorfeld-es (Platzhalter)

Gelegentlich verwenden wir das Wörtchen es auch als Platzhalter in Hauptsätzen, die ein konkretes Subjekt haben. Das sogenannte Vorfeld-es dient dann als eine Art Einleitung, wodurch alle anderen Satzglieder im Satz weiter hinten erscheinen und dadurch häufig als neue bzw. wichtigere Informationen angesehen werden.

Aktivsätze mit es

In Aktivsätzen können verschiedene Satzglieder an der ersten Position im Hauptsatz stehen. Soll keines dieser Satzglieder die erste Position einnehmen, muss diese durch es besetzt werden – das konjugierte Verb steht im Hauptsatz nämlich immer an der 2. Position.

Beispiel:
Es haben im letzten Jahr über 100 Tanzpaare das Turnier bestritten.
über 100 Tanzpaare (Subjekt), das Turnier (Objekt), im letzten Jahr (Zeit)
= Über 100 Tanzpaare haben im letzten Jahr das Turnier bestritten.
= Das Turnier haben im letzten Jahr über 100 Tanzpaare bestritten.
= Im letzten Jahr haben über 100 Tanzpaare das Turnier bestritten.

Sehr häufig verwenden wir das Vorfeld-es in Verbindung mit Indefinitpronomen (alle, jeder, jemand, viele usw.).

Beispiel:
Viele (Tanzpaare) sind zum ersten Mal dabei.
Es sind viele (Tanzpaare) zum ersten Mal dabei.

Passivsätze mit es

Auch bei Passivsätzen gilt: Das konjugierte Verb steht im Hauptsatz an der 2. Position. Soll kein bestimmtes Satzglied die erste Position einnehmen, muss diese Position durch es besetzt werden.

Beispiel:
Es werden alle Teilnehmenden am Ende mit einem Preis ausgezeichnet.
alle Teilnehmenden (Subjekt), am Ende (Zeit), mit einem Preis (Art und Weise)
= Alle Teilnehmenden werden am Ende mit einem Preis ausgezeichnet.
= Am Ende werden alle Teilnehmenden mit einem Preis ausgezeichnet.
= Mit einem Preis werden am Ende alle Teilnehmenden ausgezeichnet.

Unpersönliches Passiv mit es

Auch einige intransitive Verben – Verben ohne Akkusativ-Objekt – lassen sich im Deutschen ins Passiv umwandeln. Im unpersönlichen Passiv fehlt allerdings das Subjekt (weil es im Aktiv kein Akkusativobjekt gibt). Weil das konjugierte Verb an der 2. Position stehen muss, benötigen wir auch hier das Vorfeld-es.

Beispiel:
Die Leute tanzen. (Aktiv mit intransitivem Verb)
Es wird getanzt. (unpersönliches Passiv)

In diesem Fall handelt es sich aber nicht um ein unpersönliches Subjekt, denn das Wörtchen es entfällt, wenn an der 1. Position ein anderes Satzglied steht (z. B. eine Orts- oder Zeitangabe).

Beispiel:
Hier wird getanzt. (Ort)
Heute wird getanzt. (Zeit)

Es bei der Satzumstellung

Wie du oben in den Beispielen schon gesehen hast, müssen wir bei veränderter Wortstellung das Wörtchen es manchmal weglassen und manchmal trotzdem setzen. Für die verschiedenen Funktionen von es musst du dir Folgendes merken:

    • Pronomen: immer
      Als Ersatz für ein Nomen, Adjektiv, Verb oder einen ganzen Hauptsatz müssen wir es unabhängig vom Satzbau immer verwenden.
      Beispiel:
      Das Tanzen macht meinen Eltern viel Spaß. = Es macht meinen Eltern viel Spaß.
      Meinen Eltern macht das Tanzen viel Spaß. = Meinen Eltern macht es viel Spaß.
      Beachte aber, dass es als Objekt nicht am Satzanfang stehen kann (für andere Pronomen (ihn, sie usw.) wäre dies aber möglich).
      Beispiel:
      Ich habe das Tanzturnier vom letzten Jahr auf Video. = Ich habe es auf Video.
      Das Tanzturnier vom letzten Jahr habe ich auf Video. (nicht möglich: Es habe ich auf Video.)
  • unpersönliches Subjekt: immer
    Als unpersönliches Subjekt müssen wir es immer verwenden.
    Beispiel:
    Es gibt viele gute Tänzer beim Turnier.
    → Beim Turnier gibt es viele gute Tänzer.
  • unpersönliches Objekt: immer
    Als unpersönliches Objekt müssen wir es immer verwenden, allerdings ist für es als Objekt auch hier die 1. Position nicht möglich.
    Beispiel:
    Ich kann es mit keinem von denen aufnehmen.
    → Mit keinem von denen kann ich es aufnehmen.
    (aber nicht: Es kann ich mit keinem von denen aufnehmen.)
  • Verweis auf einen Subjektsatz: nur, wenn der Hauptsatz vorn steht
    Wir verwenden es im Hauptsatz - aber nur, wenn der Subjektsatz nach dem Hauptsatz kommt. Steht der Subjektsatz vorn, entfällt es.
    Beispiel:
    Es stört mich nicht, dass ich nicht teilnehmen kann.
    Mich stört es nicht, dass ich nicht teilnehmen kann.
    aber: Dass ich nicht teilnehmen kann, stört mich nicht.
    Wer/Was stört mich nicht? – dass ich nicht teilnehmen kann (Subjektsatz)
  • Vorfeld-es: nur an 1. Position im Satz
    In Aktiv-/Passiv-Sätzen mit einem konkreten Subjekt bzw. in unpersönlichen Passivsätzen (ohne Subjekt) verwenden wir es nur als Platzhalter für die ersten Position im Satz, wenn dort kein anderes Satzglied steht.
    Beispiel:
    Es schauen viele Leute einfach nur zu.
    aber: Viele Leute schauen einfach nur zu.
    Es wird den ganzen Abend getanzt.
    aber: Den ganzen Abend wird getanzt.

Gleicher Ausdruck – verschiedene Funktionen

Je nach Situation kann der gleiche Ausdruck verschiedene Funktionen haben und wird dementsprechend mit/ohne es verwendet.

Beispiel:
Es tut mir leid um die Viertplatzierten.
→ Um die Viertplatzierten tut es mir leid.
es ist unbestimmtes Subjekt und muss immer gesetzt werden
Es tut mir leid, dass sie nichts gewinnen.
→ Dass sie nichts gewinnen, tut mir leid.
es verweist auf den Subjektsatz und fällt weg, wenn der Subjektsatz am Anfang steht