Genus (Geschlecht)

Einleitung

Das Genus gibt an, ob ein Nomen maskulin, feminin oder neutral ist. Im Wörterbuch werden normalerweise die Abkürzungen m (maskulin = männlich), f (feminin = weiblich) und n (neutral = sächlich) verwendet.

Beispiel

Artikel Beispiel

Im Deutschen können wir oft nicht am Nomen selbst erkennen, ob es maskulin, feminin oder neutral ist. Am besten ist es deshalb, die deutschen Nomen immer mit ihrem Artikel zu lernen.

Es gibt allerdings einige Merkmale, an denen wir das Genus erkennen können. Diese Gruppen sind im Folgenden aufgelistet:

Maskuline Nomen

MerkmalBeispiel
männliche Personender Mann, der Präsident
Jahreszeitender Frühling, der Sommer, der Herbst, der Winter
(aber: das Frühjahr)
Tage/Monateder Montag, der Dienstag, der Mittwoch, …
der Januar, der Februar, der März, der April, …
Niederschlägeder Regen, der Schnee, der Hagel, der Schauer
Nomen auf lingder Schmetterling, der Lehrling
Nomen auf ich/igder Teppich, der Honig
Nomen aus Verben ohne ender Lauf (laufen), der Sitz (sitzen)

Feminine Nomen

MerkmalBeispiel
weibliche Personendie Frau, die Präsidentin
(aber: das Fräulein, das Mädchen)
als Nomen verwendete Zahlendie Eins
Nomen auf ungdie Endung
Nomen auf schaftdie Mannschaft
Nomen auf iondie Diskussion
Nomen auf heit/keitdie Freiheit, die Heiterkeit
Nomen auf tätdie Identität
Nomen auf ikdie Musik

Neutrale Nomen

MerkmalBeispiel
Buchstabendas A
Nomen auf lein/chendas Fräulein, das Mädchen
Nomen auf umdas Museum, das Aquarium
Nomen auf mentdas Experiment
Fremdwörter auf madas Thema, das Drama
Nomen aus Verben im Infinitivdas Laufen, das Essen
Nomen aus engl. Verben auf ingdas Timing, das Training
Nomen aus Adjektiven, die sich
nicht auf etwas Spezielles beziehen
das Neue, das Ganze, das Gleiche
(aber: Das ist der Neue. – z. B. Schüler)

Zusammengesetzte Nomen

Bei Nomen, die aus mehreren Nomen zusammengesetzt sind, bestimmt das letzte Nomen das Genus des gesamten Wortes.

Beispiel:
der Tisch + das Bein = das Tischbein

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